Donau
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Beschreibung
Donau bei Passau: Strom mit Charakter
Von Hauzenberg aus bist du schnell an einem der spannendsten Donau-Reviere Niederbayerns. Hier unten, kurz bevor der Strom die Grenze nach Oberösterreich erreicht, zeigt die Donau ihr ganzes Gesicht: breite, ruhig ziehende Staubereiche oberhalb des Kraftwerks Kachlet wechseln sich ab mit lebendigeren Passagen, in denen die Strömung wieder Druck aufbaut. Wer den Abschnitt kennt, weiß, dass jeder Bereich seinen eigenen Rhythmus hat. Petri Heil ist hier alles andere als Glückssache, wenn du die Struktur des Wassers lesen kannst.
Was im Wasser steht
Der Fischbestand ist typisch Donau und damit ordentlich breit aufgestellt. In den tieferen, langsamer ziehenden Zonen des Kachletstaus stehen kapitale Karpfen, dazu Brachse, Güster und Schleienverwandte am Grund. Raubfischfreunde kommen an Zander, Hecht, Barsch und dem ein oder anderen waschechten Waller auf ihre Kosten, der sich in den tiefen Rinnen wohlfühlt. In den strömungsreicheren Abschnitten ziehen Barbe, Nase, Döbel und Rapfen ihre Bahnen, und mit etwas Glück bekommst du sogar einen Huchen zu Gesicht, den Könige unter den Donaufischen. Auch Aal und Sterlet gehören zum bunten Bild dieses Stroms.
Den Abschnitt einschätzen
Die erreichbaren Strecken reihen sich flussabwärts aneinander, vom Bereich Freymadl/Wagner über den Flussabschnitt oberhalb des Kraftwerks Kachlet bis zum Apostelwasser mitten durch Passau, wo Donau, Inn und Ilz zusammentreffen. Wo das Wasser staut, lohnt der ruhige Ansitz am Grund auf die großen Friedfische, während die Kanten und Strömungslinien an den lebhafteren Stellen gute Standplätze für Raubfisch markieren. Achte auf Einläufe, Buhnen und die tiefen Löcher hinter Strömungsbrechern, dort sammelt sich der Fisch. Welche Karten es für die einzelnen Strecken gibt und was gerade gilt, klärst du am besten direkt beim bewirtschaftenden Verein, denn die Bestimmungen unterscheiden sich je nach Abschnitt.