Altmühl
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Beschreibung
Altmühl mitten durch Eichstätt: drei Reviere auf engstem Raum
Wer in Eichstätt die Rute auspackt, fischt ein Altmühl-Stück, das auf knapp drei Kilometern ständig sein Gesicht wechselt. Das Stadtwasser des Anglervereins Eichstätt bündelt gleich drei Reviere – Stadt-Wasser, Stark-Altwasser und Neumeier-Wasser – zwischen der Schlagbrücke im Südwesten und der Aumühle. Mal steht das Wasser fast still und staut sich vor den Wehren zu trüben, tiefen Gumpen, ein paar hundert Meter weiter rauscht es über kiesige Schnellen und unterspülte Ufer. Diese Mischung macht den Reiz aus: Auf kurzer Strecke triffst du auf ganz unterschiedliche Fische und Angelsituationen.
Vom Zander im Gumpen bis zur Forelle im Schnellwasser
Die ruhigen, tieferen Bereiche rund um die Wehre sind klassisches Raubfischrevier. Zander stehen gern in den trüben Kehrungen, dazu kommen Hecht und im Hochsommer auch der eine oder andere Barsch. Wo das Wasser flött und der kiesige Grund freiliegt, sieht die Sache anders aus: Hier stehen Döbel und Bachforellen im Strom, mit viel Glück zeigt sich sogar ein Huchen, der in der Altmühl wieder Fuß fasst. Friedfischfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn Schleien, Karpfen und kräftige Brachsen verteilen sich über das ganze Stück. Wenn es dämmert, übernehmen die Aale das Kommando.
Welcher Ansatz wo funktioniert
Die Gewässerstruktur gibt die Taktik fast von selbst vor. In den strömungsberuhigten Zonen lohnt der Ansitz: eine Feedermontage auf Weißfisch, Schleie und Karpfen oder die Köderfischrute auf einen kapitalen Räuber. An den schnell durchströmten Kehren spielst du deine Stärken mit leichtem Gerät aus – eine Light-Spinnrute reicht dort, um Döbel und Forellen nachzustellen, während du auf Hecht und Zander etwas kräftiger angreifen kannst. Gefischt wird hier ausschließlich mit der Handangel, vom Ufer aus; Brücken und Boote sind tabu.
Petri Heil im Naturpark Altmühtal
Drumherum liegt die kleinste Universitätsstadt Deutschlands mit ihrer barocken Altstadt, mittendrin im Naturpark Altmühtal. Schön, aber im Sommer kein Geheimtipp: An warmen Wochenenden sind viele Kanuten unterwegs, und Eichstätt ist oft Start oder Ziel der Touren. Dann lohnt es sich, früh am Morgen oder gegen Abend anzusitzen oder dir eine ruhigere Ecke an einem der Altarme zu suchen. Welche Karten der Verein ausgibt und welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten, klärst du am besten direkt beim Anglerverein Eichstätt. Petri Heil!