Aller
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Uferlinie überwiegend gut zugänglich; zahlreiche Buhnen entlang des Abschnitts dienen als Angelstellen.
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Beschreibung
Die letzten 23 Kilometer bis zur Weser
Auf ihrem letzten Stück vor der Mündung zeigt die Aller bei Verden ihr ruhiges, breites Gesicht. Ab Höhe Otersen, rund um Flusskilometer 94, bis sie unterhalb von Verden in die Weser läuft, ziehst du knapp 23 Kilometer Strom entlang. Der Abschnitt ist als Bundeswasserstraße ausgewiesen, du teilst dir das Wasser also mit der Schifffahrt und solltest mit Wellenschlag rechnen. Der Grund ist überwiegend sandig, die Ufer wechseln zwischen Schilfgürteln, überhängenden Gehölzen und offenen Grünland- und Ackerflächen. Ans Wasser kommst du fast überall gut.
Buhnenfelder als Schlüssel zum Erfolg
Das prägende Merkmal dieser Strecke sind die vielen Buhnen, die sich vor allem in den Kurven zwischen Hülsen und Verden aneinanderreihen. Sie drängen die Strömung in die Flussmitte und schaffen dazwischen ruhige Buhnenfelder mit wechselnden Tiefen. Genau dort sammelt sich Futter, und genau dort stehen die Fische. Friedfische finden in der gebremsten Strömung reichlich Nahrung, und wo die Weißfische sind, lassen die Räuber nicht lange auf sich warten. Viele Buhnen lassen sich schon vorab auf dem Satellitenbild ausmachen: manche tragen überhängende Bäume, andere Schilf, Seerosen oder eine Verbindung zu einem Nebengewässer. Wer seine Stellen vor dem Trip aussucht, verliert am Wasser keine Zeit.
Vom Zander im Buhnenfeld bis zur kapitalen Barbe
Der Zander ist der klassische Bewohner der Buhnenfelder, und mit einem sauber gejiggten Gummifisch rückst du ihm am besten auf die Schuppen. Spinnfischen gilt hier als die erfolgreichste Methode, gerade auf Zander und Hecht. Wer es ruhiger mag, sitzt mit Grund- oder Posenmontage an. Dass sich das lohnt, zeigen die dokumentierten Fänge: ein Hecht von über einem Meter, Zander jenseits der 80 Zentimeter, ein 90er Aal und eine Barbe von 73 Zentimetern und gut sechs Kilo, die auf simple Maden stieg. Der Bestand ist breit. Neben Hecht, Zander und Barsch tummeln sich Aal, Karpfen, Schleie, Wels, Rapfen, Quappe, Döbel sowie reichlich Brachsen und Güstern im Fluss, und im mündungsnahen Bereich verirrt sich auch mal eine Meerforelle an den Haken.
Karten und Bewirtschaftung
Die Strecke gehört zur Pachtgemeinschaft Weser IV, getragen unter anderem vom Verein der Sportfischer Verden (Aller). Der Zugang ist eingeschränkt: Gastkarten gibt es nur für Gäste von Vereinsmitgliedern, ausgegeben werden sie in der Geschäftsstelle des Vereins. Ob und unter welchen Bedingungen du als Gast ans Wasser darfst, klärst du am besten direkt beim Verein. Dort erfährst du auch, welche Schonzeiten und Mindestmaße gerade gelten. Petri Heil an der Aller!